Seiten: 1 2 [3] 4 5 ... 15




Für Charlie_Echo, Echolyne und Recker ging es dieses Jahr zum ersten MilSim West (MSW) in Europa: Objective Simferopol. MSW macht, unserer Meinung nach, die besten MilSims in den USA, weswegen wir uns dieses Event auf unserem Kontinent nicht entgehen lassen konnten und wollten. Zusammen mit dem Co-Organisator Fairplayz-Events aus Spanien wurde hier ein Erlebnis, was bisher nur in den USA genossen werden konnte, nach Europa verlagert.


Anreise ging per Lufthansa wie immer problemlos. Nur leider war das spanische Waffenrecht bis kurz vor Abflug eine Blackbox, die am Ende nach einigem Hin und Her mittels dem Co-Veranstalter in Spanien Fairplayz-Events gelöst wurde. Entschädigt wurden wir durch ein paar Tage in einer Finca, die wir mit unseren finnischen Freunden von Koalitio genossen haben. Durch die kurze Entfernung von der Finca zum Spielfeld, konnten wir sehr entspannt ankommen, alles vorbereiten und das ein oder andere hopfige Getränk verköstigen.


Am 17.11. ging es dann los: In der Offzone war alles sehr übersichtlich. Anmeldung, Chrono, Übergabe der Waffenkarten - welche von Fariplayz-Events organisiert wurden - gingen flüssig und schnell dahin, dass wir noch genügend Zeit für Merchandise und Essen hatten. Ganz anders als die Organisation des Events im Vorfeld, die hauptsächlich über Facebook stattfand und von vielen Unklarheiten, Deadline-Verschiebungen und spontanen Regeländerungen geplagt war. Schlussendlich hat alles geklappt, doch das ein oder andere graue Haar hatten wir dennoch bekommen. Hier ist noch Luft nach oben (Charlie_Echo und Recker waren dies aber von ihrem ersten Event in den USA bereits gewohnt). Allerdings sind das nur Dinge, die beim Pre-Planning auftauchten.


Dann ging es nach und nach weiter. Vom Gear-Check der von MSW vorgeschriebenen Gegenstände, ohne die man nicht aufs Feld darf, über erste Einweisungen von Cadre (Veteranen die von MSW als leitende der Platoons gestellt werden und so die Immersion erhöhen) bis hin zum Kennenlernen der einzelnen Squad-Mitglieder.


Pünktlich um 2300 Uhr ging es dann unter Nachtsicht mit Rucksack ins Feld für die RUSFOR, bei der Charlie_Echo und Recker waren, ins Feld. Nach einem kurzen Marsch in westlicher Richtung ging es daran ein Gebäude in südlicher Richtung als wichtiges Ziel (beider Fraktionen) zu sichern. Hier ging es dann zum Auftakt hoch her: Gefechte unter Nachtsicht, Granaten, Room-Clearing: es war für jeden Geschmack etwas dabei. Schlussendlich konnte die NATO das Gebäude, unter hohen Verlusten, der RUSFOR entreißen und für die meisten Teilnehmer ging es um 0400 Uhr endlich in den Schlafsack. Alles unter Licht- und Geräuschdisziplin. Nach einer kurzen Rast ging es dann für die meisten Teilnehmer bereits um 0700 Uhr wieder weiter: für Charlie_Echo und Recker ohne Frühstück und mit einem weiteren Rucksackmarsch, um die von der NATO aufgeklärte Basis zu verlegen.


Für die NATO, auf deren Seite Echolyne war, ging es um 0.00h in westliche Richtung los und dann weiter Richtung Norden, um mehrere Lagerhallen und ein CQB von der RUSFOR zu säubern und zu halten. Als sich alle NATO Züge wieder gesammelt hatten, ging es weiter Richtung Norden, immer wieder mit Feindkontakt. Auch der Bereich, der als erste „Ruhestätte“ geplant war, musste freigekämpft werden. Biwak einrichten war nicht, da die NATO andauernden Angriffen ausgesetzt war. Matte raus, Cold Weather Gear an, ein / zwei Stunden ruhen, ab ca. 0500.


Der Samstag gestaltete sich nach dem fulminanten Start etwas langsamer, da beider Parteien erste wichtige Geländepunkte zu sichern versuchten und hierbei immer wieder aneinandergerieten. Das erlaubte ein paar kurze Augenblicke der Rast und des Verpflegens. Gegen Abend waren dann alle Grenzen abgesteckt und beide Seiten bereiteten sich erneut auf eine lange Nacht mit Angriffen und Gegenangriffen vor. Genau so geschah es dann: Charlie_Echo und Reckers Platoon führte mehrere Angriffe auf die gegnerische FOB um, so deren eigene Planungen und Operation zu stören und zu verzögern. Nichtsdestotrotz schaffte es die Nato immer wieder Ausfälle zu machen und die FOB der RUSFOR in Bedrängnis zu bringen. Irgendwann gönnten sich Charlie_Echo und Recker dann ein paar Stunden Ruhe. Ebenso 1 - 5 (bestehend aus Koalitio, Echolyne, zwei Schweizern und drei Österreichern) gönnten sich dann paar Stündchen Schlaf, um für ihre Recon Mission fit zu sein. Mit Nachtsicht und Thermal wurden aufgeklärt, wo sich evtl. Wachposten der RUSFOR befanden. Dabei konnte Koalitio sogar einen armen gegnerischen Spieler „ausschalten“ und gefangen nehmen, der auf dem Weg war um seine Notdurft zu verrichten. Black OPs at its best.


Gefolgt von einem Großangriff der NATO, den es abzuwehren galt, ging der finale Tag los. Durch einen erheblichen Temperatursturz in der Nacht gab es Dank Feuchtigkeit und Kälte einige Ausrüstungsprobleme, die die Verteidigung erschwerten. Doch nach einigen heftigen Gefechten konnte die NATO vorerst abgewehrt werden. Erste Pläne und Aufstellungen der RUSFOR für einen Gegenangriff wurden durch das Spielende jäh unterbrochen. So schnell wie es begonnen hatte, war das erste MSW-Event in Europa auch schon wieder vorbei.


Direkt nach Spielende gab es für alle Spieler einen After Action Report (AAR), in dem sich die Organisatoren vorstellten und Zeit nahmen, sich die Vorschläge und Kritiken der Spieler anzuhören. Löblich und etwas, was die Europäer noch lernen können. Hierbei wurde unter anderem die Verbesserung der Kommunikation vor dem Event angebracht – zu Recht. Nach konstruktiver Kritik ging es dann mit dem Rucksack auf dem Rücken (wer reinlaufen kann, kann auch rauslaufen) wieder Heim: zu den heiß erwarteten Bieren und Grillfleisch.


Insgesamt war es eine grandiose Erfahrung endlich mal wieder an einem fordernden Event in Europa, das viel Liebe zum Detail und Anspruch auf wirkliche MilSim Darstellung hat, teilnehmen zu dürfen. Neben den organisatorischen Schwierigkeiten, die nach dem Event in immer weitere Ferne rückten, fehlten auch ein paar andere Aspekte, die wir in den USA erleben durften: Blank-Fire und Pyrotechnik. Beides Aspekte, die, bereits mit der Ankündigung der möglichen Verlegung in andere EU Länder, wieder eingebaut werden könnten.


Wir wollen hier nicht abschrecken: jeder der MilSim mag und etwas neues, immersives und forderndes will, der sollte unbedingt MSW in Europa, oder den USA, besuchen. Es ist/war wirklich ein Event, das seines gleichen sucht. Über ein paar Probleme, die, seien wir ehrlich, bei allen Airsoft-Events auftauchen, braucht man sich bei solchen Events nicht den Kopf zerbrechen.

Insofern: wenn sich MSW hier in Europa ansiedelt, was wir hoffen, gibt es im MilSim-Bereich endlich wieder einen Veranstalter der sehr gut Spiele macht, weiß was er kann und tolle Erfahrungen an seine Spieler weitergibt.


Wir verlassen euch mit einem sehr passenden Zitat der Antwort der Orga auf Kritik, dass es zu anstrengend war:

„If you don’t like it, don’t come“ – klare Ansage. Uns gefällts.



Die Rucksäcke sind gepackt! Die Jungs sind heiß!

Charlie Echo, Echolyne und Recker machen sich auf zu MILSIM WEST in Spanien.

Dazu wurde auch eine dreiteilige Serie gestartet. Zu sehen auf unserem YouTube Channel.



Mit "etwas" Verspätung kommt der langersehnte Berget Bericht.


Für Charlie_Echo, Echolyne und Recker es auch dieses Jahr wieder nach Schweden – zur Berget. Bis auf ein paar kleine Ungereimtheiten bei der ausgewählten Fluggesellschaft, war die Anreise auch wieder sehr entspannt.
Dieses Jahr gab es nach einiger Zeit mal wieder ein neues Gelände für die Berget. Es lag allerdings nur ca. 30 Minuten vom letztjährigen Gelände weg, was also keine wirklichen Schwierigkeiten bereitete. Was allerdings etwas schwierig war, war dass faktisch kein Netz vorhanden war, um sich z. B. mit Bekannten zu koordinieren. Auch die Anreiseroute war durch die Orga etwas diskutabel gewählt, was zu einigen Autopannen führte. Wir blieben davon verschont und konnten die kleinen Problemstellungen gut bewältigen und fanden und schließlich in unserer Basis wieder. Dort wurde bis zum Spielstart, getrunken, geredet, gefachsimpelt und noch weitere Begriffe, die mit „ge“ anfangen. Die Anmeldung verließ größtenteils problemlos, allerdings mit deutlich längeren Wartezeiten als die Jahre davor. Schließlich kam endlich der heiß ersehnte Zeitpunkt: Spielstart.


Das Spiel war wie die letzten Jahre – was nichts Schlechtes sein soll. Die grundsätzlichen Elemente die Berget zu einem der besseren Spiele in Europa machen waren noch immer vertreten:


- Gameprops die zu den besseren in Europa gehören (z. B. BMPs die ins Gameplay eingebettet werden)
- Ein sehr funktionelles Flaggenpunktesystem um den Capture Points wirklichen Sinn zu verleihen
- Anspruchsvolle Geländewahl


Zusätzlich durften wir auch dieses Jahr wieder in den Genuss der Fahrzeuge der motorisierten Kyrö Kompanie (an dieser Stelle nochmals vielen Dank, dass wir dabei sein durften) kommen. Neben den Fahrzeugen und eigentlich noch viel wichtiger: der Genuss einer wirklich strukturierten Kompanie bei der es eine zentrale Doktrin gibt: Mission über alles. Egal welche Mission an Kyrö gestellt wird, diese wird ausgeführt. Dadurch hat die Kompanie einen hochgelobten Stand bei diesem Event und es ist schön zu sehen, dass MilSim wirklich gelebt wird.


Insgesamt kamen wir München mal wieder auf unsere Kosten: gutes MilSim-Spiel, gute persönliche Momente kamen auch nicht zu kurz und das Zusammenspiel intern und mit den internationalen KollegInnen war auch ohne weiteres möglich und erfolgreich. Ein paar Punkte waren allerdings doch auffällig: man hatte das Gefühl, dass die perfekt abgerundete Organisation der letzten Bergets ein paar Ecken und Kanten bekommen hat. Es vielen ein paar Kleinigkeiten, von der oben beschrieben Wartezeit bis hin zu etwas fragwürdigen Platzierungen von Basen, auf die summiert die genannten Ecken und Kanten ausmachen. Am Ende bleiben diese Dinge aber genau das, was sie sind: Kleinigkeiten, die in einem insgesamt sehr runden Spielerlebnis nur minimal stören.


Nach heroischen Schlachten wurde schließlich alles gepackt, verabschiedet und wir drei machten uns wieder auf den Weg in die Zivilisation und den Handyempfang. In Stockholm angekommen ging es erstmal dran die unzähligen verpassten WA-Nachrichten und Insta-Posts zu sichten. Am Sonntag kamen wir glücklich wieder in München an.


Alles in allem war es wieder eine gute Berget mit allem, was dazu gehört. Allerdings werden wir evtl. nächstes Jahr ein anderes Ziel ins Auge fassen: TSTOS in Finnland. Wir freuen uns schon auf die neuen Erlebnisse!


Seiten: 1 2 [3] 4 5 ... 15

TinyPortal 1.6.4 © 2005-2019